Zukunft der Arbeit: Ler­nen on demand wird das neue Para­dig­ma der Personalentwicklung

Veröffentlicht am 08.11.2013
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Wie befä­higt man Men­schen für wis­sens­in­ten­si­ve Tätig­kei­ten, in denen Pro­blem­stel­lun­gen immer kom­ple­xer wer­den und das dafür erfor­der­li­che Wis­sen sich per­ma­nent ver­än­dert? Es braucht eine grund­le­gen­de Neu­ka­li­brie­rung der schu­li­schen und beruf­li­chen Bildung:

  • weni­ger Wis­sens­ver­mitt­lung, mehr Kom­pe­tenz­ent­wick­lung
  • weni­ger Gieß­kan­ne, mehr Individualisierung
  • weni­ger Fächer­tren­nung, mehr ganz­heit­li­che Bildung
  • weni­ger Fremd‑, mehr Selbst­be­stim­mung

Um sich selbst­or­ga­ni­siert und krea­tiv in neu­en Pro­blem­stel­lun­gen zurecht zu fin­den, braucht es meist nicht so viel Wis­sen, jedoch aus­ge­präg­te Kom­pe­ten­zen. Es braucht Pro­blem­lö­se­kom­pe­tenz, um Pro­blem­stel­lun­gen in geeig­ne­ter Wei­se zu ana­ly­sie­ren, reflek­tie­ren und zu lösen. Es braucht Medi­en­kom­pe­tenz, um bei­spiels­wei­se mit­hil­fe des Inter­nets oder Social Col­la­bo­ra­ti­on Fra­ge­stel­lun­gen zu beant­wor­ten. Es braucht Team­kom­pe­tenz, um gemein­sam mit einem ganz­heit­li­chen Blick eine höhe­re Qua­li­tät in der Pro­blem­lö­sung zu erlan­gen. Und es braucht Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz, um zu einem gereif­ten pra­xis­taug­li­chen Ent­schluss zu gelangen.

Kom­pe­ten­zen las­sen sich nicht fron­tal ver­mit­teln. Sie ent­ste­hen im Tun aus ganz kon­kre­ten Erfah­run­gen. Dabei spielt das sog. Work­place Lear­ning in der Per­so­nal­ent­wick­lung der Zukunft eine ent­schei­den­de Rol­le. Das Ler­nen fin­det hier­bei anhand der rea­len beruf­li­chen Anfor­de­run­gen statt, so dass ein wesent­lich höhe­rer Lern­trans­fer erreicht wird. Das Kon­zept des Work­place Lear­ning geht jedoch weit über die bekann­ten Ansät­ze des Coa­ching-on-the-Job hin­aus. Es ist Bau­stein einer per­sön­li­chen Lern­um­ge­bung, aus der der Mit­ar­bei­ter selbst­or­ga­ni­siert die Impul­se aus­wählt, die ihm in der kon­kre­ten Situa­ti­on von Nut­zen sind.

Ler­nen on demand, so unse­re vier­te The­se zur Zukunft der Arbeit, wird das neue Para­dig­ma der Personalentwicklung.

In die­sem Zusam­men­hang wur­de der Begriff der Per­sön­li­chen Lern­um­ge­bung geprägt. Gemeint ist eine Art Markt­platz an Wis­sens- und Bil­dungs­an­ge­bo­ten, der dem Mit­ar­bei­ter per­ma­nent bereit­ge­stellt wird und in der er auch eige­nes Wis­sen wei­ter­ge­ben und tei­len kann. Aus die­sem Markt­platz kann er sich je nach indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen in Echt­zeit bedie­nen. Um jedoch auch die ziel­ge­rich­te­te Ent­wick­lung zu unter­stüt­zen, wird dem Mit­ar­bei­ter ein intel­li­gen­ter digi­ta­ler Lern­as­sis­tent bereit­ge­stellt, der die Lern­ge­wohn­hei­ten und ‑fort­schrit­te des Mit­ar­bei­ters beob­ach­tet und ent­spre­chend adap­tiv geeig­ne­te Ange­bo­te zur Ver­fü­gung stellt.

Die Ange­bo­te auf dem Markt­platz kön­nen viel­fäl­tig sein: Das kön­nen klas­si­sche Wis­sen ver­mit­teln­de Ange­bo­te sein, oft jedoch in wesent­lich klei­ne­ren Sequen­zen wie z.B. kur­zen Video­clips auf­be­rei­tet. Die­se wer­den ergänzt durch Ange­bo­te sozia­len Ler­nens wie Wikis, Com­mu­nities of Prac­ti­ce, Dis­kus­si­ons­fo­ren oder Coaches.

Lear­ning on Demand setzt per­ma­nen­te Inves­ti­tio­nen in die Wei­ter­ent­wick­lung der Lern­an­ge­bo­te vor­aus. Die Rele­vanz, Wirk­sam­keit und Attrak­ti­vi­tät für den Ler­nen­den ist dabei immer wei­ter fein zu jus­tie­ren. Die Per­so­nal­ent­wick­lung hat die Ver­ant­wor­tung, den Mit­ar­bei­tern eine attrak­ti­ve per­sön­li­che Lern­um­ge­bung bereit­zu­stel­len, wel­che die unter­neh­me­ri­schen Ziel­stel­lun­gen und die indi­vi­du­el­len Lern­be­dürf­nis­se in Ein­klang bringt. Für mehr Lern­er­folg und höhe­ren Spaß beim Lernen.

Wenn das Arbei­ten zukünf­tig immer stär­ker selbst­or­ga­ni­siert statt­fin­det und die Per­so­nal­ent­wick­lung die Ange­bo­te bereit­stellt für Work­place Lear­ning, wel­che Auf­ga­be und Rol­le kommt dann den Füh­rungs­kräf­ten der Zukunft zu? Die­ser Fra­ge wid­men wir uns in nächs­te Woche in unse­rer abschlie­ßen­den fünf­ten The­se zur Zukunft der Arbeit.

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