Homo Oeco­no­mic­us Kul­tur con­tra Homo Sapi­ens Kultur

Veröffentlicht am 21.08.2013
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Im Rah­men sei­ner Bache­lor­ar­beit hat unser Nach­wuchs­ta­lent Kon­stan­tin Ger­lach in Unter­neh­mens­in­ter­views die Anwen­dung des Modells des Homo Oeco­no­mic­us unter­sucht und fest­ge­stellt, dass die­ses Modell für Ent­schei­dungs­pro­zes­se nicht mehr der rea­len Ent­schei­dungs­kul­tur erfolg­reich nach­hal­ti­ger Unter­neh­mens­füh­rung entspricht.

Denn Ent­schei­der maxi­mie­ren nicht nur ihren per­sön­li­chen Nut­zen. Ent­schei­dun­gen wer­den neben ratio­na­len Erwä­gun­gen maß­ge­bend durch geleb­te Wer­te und eben auch Emo­tio­nen geleitet.

So erfor­dert bei­spiels­wei­se der sich in der Gesell­schaft eta­blie­ren­de Begriff der Nach­hal­tig­keit den Ein­be­zug von öko­lo­gi­schen und sozia­len Aspek­ten in Ent­schei­dungs­pro­zes­se und löst sich damit vom hand­lungs­lei­ten­den Motiv der Nutzenmaximierung.

Ent­schei­dun­gen, die neben öko­no­mi­schen auch von öko­lo­gi­schen und sozia­len Aspek­ten bestimmt sind, erhö­hen nicht nur deren gesell­schaft­li­che Akzep­tanz, son­dern auch die Iden­ti­fi­ka­ti­on der Mit­ar­bei­ter und damit auch die Moti­va­ti­on für die Umset­zung von stra­te­gi­schen Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen.

Eine wei­te­re pro­ble­ma­ti­sche Grund­an­nah­me des Modells ist die der voll­kom­me­nen Infor­ma­ti­on. Geschäfts­füh­rer kön­nen gar nicht alle Infor­ma­tio­nen besit­zen, auch zusam­men mit der Füh­rungs­eta­ge ergibt sich kein voll­kom­me­nes Bild der Wirk­lich­keit.

Gera­de in stra­te­gisch rele­van­ten Fra­gen exis­tiert in den Füh­rungs­eta­gen der Irr­glau­be, dass das Top-Manage­ment alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen besitzt. Spä­tes­tens wenn die Umset­zung der Ent­schei­dun­gen nicht funk­tio­niert, zeigt sich, dass rele­van­te Infor­ma­tio­nen nicht beach­tet wur­den oder schlim­mer noch, gar nicht vorlagen.

Die brei­te Betei­li­gung der Mit­ar­bei­ter durch par­ti­zi­pa­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­for­men zum Dia­log ist ein Weg, die Infor­ma­ti­ons­ba­sis bei stra­te­gi­schen Ent­schei­dungs­pro­zes­sen auf ein höhe­res Niveau zu heben. Die vor­han­de­ne Diver­si­tät in den Unter­neh­men ermög­licht Per­spek­ti­ven­viel­falt und bringt durch die Berück­sich­ti­gung wei­te­rer Blick­win­kel Ent­schei­dun­gen her­vor, die eine brei­te Zustim­mung bei den Anspruchs­grup­pen zur Fol­ge hat.

Die fol­gen­den Fra­gen sol­len Ihnen hel­fen, Ihre stra­te­gi­schen Ent­schei­dun­gen in Zukunft auf ein siche­res Grund­ge­rüst aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven, Wer­ten und Mei­nun­gen zu bauen:

  • Bei wel­chen Gele­gen­hei­ten haben wir fest­ge­stellt, dass die Infor­ma­ti­ons­ba­sis unzu­rei­chend war, aber eigent­lich vor­han­den hät­te sein können?
  • Bei wel­chen Gele­gen­hei­ten haben sich aus­ge­klü­gel­te stra­te­gi­sche Kon­zep­te als schwer rea­li­sier­bar erwie­sen, da wich­ti­ge Per­spek­ti­ven aus den ope­ra­ti­ven Berei­chen nicht in die Ent­schei­dungs­fin­dung ein­be­zo­gen waren?
  • Wie kön­nen wir sicher­stel­len, dass die im Unter­neh­men vor­han­de­nen Infor­ma­tio­nen in stra­te­gisch rele­van­te Fra­ge­stel­lun­gen einfließen?

Mit unse­rer Lead­Green®-Metho­dik des stra­te­gi­schen Kul­tur­wan­dels inte­grie­ren wir die unter­schied­li­chen Anspruchs­grup­pen, um stra­te­gi­sche Initia­ti­ven nach­hal­tig wirk­sam wer­den zu lassen.

Link-Tipps:

Blog, CON­TAS: Öff­nung des Stra­te­gie­pro­zes­ses: Akti­ve Betei­li­gung rele­van­ter Zukunftsträger!

Blog, CON­TAS: Zukunfts­aus­rich­tung: Fünf Erfolgs­bau­stei­ne für Mitarbeiterbeteiligung

Unse­re Lead­Green® Impul­se sol­len Ihnen, Ihrem Unter­neh­men und Team Anre­gung sein für die Gestal­tung Ihrer eige­nen ZukunftsAgenda.

Ent­de­cken Sie dabei den stra­te­gi­schen Kul­tur­wan­del als Wachs­tums­for­mel in den unter­schied­lichs­ten Manage­ment­di­men­sio­nen: Zukunfts­aus­rich­tung, Stra­te­gie­um­set­zung, Füh­rungs­kul­tur, Unter­neh­mens­kul­tur, Chan­ge Manage­ment, Talent Management…

Wenn Sie mit Ihren eige­nen oder hier gefun­de­nen The­men eine Meis­ter­klas­se für stra­te­gi­schen Kul­tur­wan­del in Ihrem Unter­neh­men eröff­nen und dau­er­haft ein­rich­ten wol­len, sind wir gern Ihr Architektenteam.

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