CUL­TU­RE TRANS­FOR­MA­TI­ON SPOT­TING Kul­tur­wan­del- mehr TRUTH weni­ger TRASH

Veröffentlicht am 23.04.2018
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Der „Kul­tur­wan­del“ hält nun auch bei der Deut­schen Bank Einzug?!

CUL­TU­RE TRANS­FOR­MA­TI­ON SPOT­TING KULT(Uhr)Wandel- More TRUTH less TRASH 

Jedes dia­gnos­ti­sche Erkun­den von außen, ist, von innen zu beginnen“ 

Also schau­en wir genau­er hin, was den Kul­tur­wan­del der Deut­schen Bank beschreibt. Wir hof­fen hier: weni­ger Müll, mehr Wahr­hei­ten. Aber:

TRASH: Ein Kul­tur­wür­fel der Deut­schen Bank mit 6 Prin­zi­pi­en, soll­te, so der Vor­stand, die Mit­ar­bei­ter samt der Lis­te selbst ver­schul­de­ter Skan­da­le end­lich wie­der auf den Pfad der Tugend zurück­füh­ren. Als da wären:

  • Inte­gri­tät,
  • nach­hal­ti­ge Leistung, 
  • Kun­den­ori­en­tie­rung,
  • Inno­va­ti­on,
  • Dis­zi­plin und 
  • Part­ner­schaft.

Und weil der Wer­te­ka­non so pri­ma auf die 6 Sei­ten eines Wür­fels pass­te, wur­de er zum Sym­bol für die schö­ne neue Unter­neh­mens­welt – Kul­tur­wan­del, ein Zufalls­spiel. Gut gedacht, schlecht gemacht. 

Schau­en wir mal zu Legal & General:

TRUTH: Euro­pas zweit­größ­ter insti­tu­tio­nel­le Anle­ger, Legal&General, ver­wei­gert deut­schen Vor­stän­den und ARen zukünf­tig die Ent­las­tung, wenn nicht min­des­tens 25% bei deren Invest­ments mit Frau­en besetzt sind. 

Der Anle­ger macht sich bei sei­nen Inves­ti­tio­nen künf­tig für eine höhe­re Betei­li­gung von Frau­en im Vor­stand stark. Nach dem Cor­po­ra­te Gover­nan­ce Report 2017 USA hat das Unter­neh­men in 37 Fäl­len wegen einem Man­gel an DIVER­SI­TÄT die Ent­las­tung ver­wei­gert. “DIe BELEG­SCHAFT eines Unter­neh­mens ist EBEN­SO WICH­TIG wie sei­ne FINANZ­AN­LA­GEN und wir erwar­ten, dass mit Diver­si­tät bes­se­re Stra­te­gien ent­wi­ckelt wer­den soll­ten.“ Es geht nicht allein um Gleich­be­rech­ti­gung, son­dern bei diver­sen Manage­ment­teams ist der Unter­neh­mens­er­folg grö­ßer. Die „Welt“ schreibt dazu: 

„Bei dem Vor­stoß geht es nicht allein um das poli­ti­sche Ziel der Gleich­be­rech­ti­gung. Unab­hän­gi­ge Unter­su­chun­gen stel­len regel­mä­ßig Zusam­men­hän­ge zwi­schen einer diver­sen Zusam­men­set­zung des Manage­ments im Hin­blick auf Geschlecht, aber auch regio­na­le Her­kunft, Reli­gi­on oder Ähn­li­ches, und dem Unter­neh­mens­er­folg her.“

Doch zugleich bie­tet das Quo­ten­ge­setz von Frau Schwe­sig so eini­ge Schlupf­lö­cher, die Unter­neh­mens­be­ra­ter nut­zen, und Fir­men bera­ten, um sol­che Vor­ga­ben umrun­den zu kön­nen. Kul­tur­wan­del light, sozu­sa­gen, und dann auch noch sehr krea­tiv. Aber lei­der in die fal­sche Rich­tung. Wie ver­hin­dern man­che Unter­neh­men weib­li­che Aufsichtsräte?

Die Süd­deut­sche berichtet:

Bevor sie den zwei­tau­sends­ten Mit­ar­bei­ter ein­stel­len, gehen vie­le Fir­men­chefs zum Notar. Der ver­wan­delt ihre gute deut­sche Akti­en­ge­sell­schaft (AG) zum Bei­spiel eine schi­cke Socie­tas Euro­paea, kurz SE. Denn wer recht­zei­tig wech­selt, erklä­ren die Bera­ter, kann die Mit­be­stim­mungs­rech­te auf einem nied­ri­gen Stand „ein­frie­ren“. Selbst wenn das Unter­neh­men dann ins­ge­samt weit mehr als 2000 Men­schen in Deutsch­land beschäf­tigt, kann der Auf­sichts­rat auf Ver­tre­ter aus der Beleg­schaft und somit auch auf Frau­en verzichten.

Wir blei­ben also gespannt, ob uns zukünf­tig mehr TRASH oder TRUTH erwar­tet. Wie sieht das in Ihrem Unter­neh­men aus?

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