Unternehmenskultur (Beitrag von F.E.)

 

Auf die Stimme kommt es an – werden Vorstellungsgespräche künftig revolutioniert?

 

Emotional aufgeladene und persönliche Angelegenheiten, wie beispielsweise Vorstellungsgespräche, waren bisher uns Menschen vorbehalten. Kein geeignetes Thema für Maschinen und Roboter – dachten wir zumindest. Künstliche Intelligenz soll dies allerdings künftig ändern. Intelligente und lernende Spracherkennungssysteme machen es möglich und eröffnen neue Horizonte in der Welt der Emotionen. Ausgereifte Softwareprogramme und Trainer-Avatare können bereits jetzt, ganz ohne die Hilfe einer Führungskraft und meist mit deutlich höherer Trefferquote, die Persönlichkeit eines Bewerbers und dessen Gemütslage erkennen, einordnen und diesem im Anschluss auf ein Bewerbungsgespräch ein aussagekräftiges Feedback geben. Müssen Recruiter jetzt Angst um Ihre Zukunft haben und die Personaldiagnostik in Rente gehen?

 

KI macht auch vor Emotionen nicht halt!

 

Vorstellungsgespräche laufen seit jeher in ähnlicher Form ab. Ein Interessent bewirbt sich, dessen Unterlagen werden bei größeren Firmen von der Personalabteilung und bei kleineren Unternehmen von den Geschäftsführern selbst eingesehen und eingestuft. Gefällt der Bewerber, so wird er zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen und dabei auf Herz und Nieren überprüft und in verschiedenen Prozessen auf seine Tauglichkeit hin getestet. Dabei gibt es zwar unterschiedliche Verfahren und immer wieder neue Vorgehensweisen wie Tests, Bewerbertage, individuelle Aufgaben im Team oder Assessment Center, eines blieb bisher aber immer gleich: der Personaler oder der Geschäftsführer bewertet den Kandidaten und entscheidet über dessen Einstellung.

Künstliche Intelligenz scheint auch vor persönlichen, emotionalen und von uns als nicht rationalisierbar eingestuften Angelegenheiten nicht halt zu machen.