Nar­ziss­mus – die Transformationsbremse!

Veröffentlicht am 27.08.2019
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Trans­for­ma­ti­ons-Impuls

War­um HR als Life Acti­vist das Tabu jetzt the­ma­ti­sie­ren muss?

Fakt ist, dass nar­ziss­ti­sche Mana­ger Trans­for­ma­ti­on ver­hin­dern und damit nicht nur ihre eige­ne, son­dern auch die Zukunft des Unter­neh­mens gefährden.

Doch wie erken­nen wir sie?

Der krank­haf­te Nar­zis­mus hat einen erheb­li­chen Krank­heits­wert: Gran­dio­si­täts­emp­fin­den, Selbst­über­schät­zung, man­geln­de Empa­thie sowie Egozentrismus

Die nar­ziss­ti­sche Per­sön­lich­keits­stö­rung hat oft wei­te­re psy­chi­schen Stö­rungs­bil­der wie Depres­sio­nen, Angst­er­kran­kun­gen sowie Abhängigkeitserkrankungen.

Nar­ziss­ten lei­den im Hin­ter­grund meist unter einem nied­ri­gen Selbst­wert­ge­fühl, einer aus­ge­präg­ten Kri­tik­emp­find­lich­keit und Ver­sa­gens­ängs­ten. Sie sind stets auf die Bestä­ti­gung von Außen ange­wie­sen, um das eige­ne Selbst und ihr Wohl­ge­fühl zu stabilisieren.

Kri­tik an ihrer Per­son, Zwei­fel oder auch Zurück­wei­sung erle­ben sie als extrem krän­kend und schmerzlich.

Zudem ste­hen sie per­ma­nent unter Stress, weil ihr über­höh­tes Selbst­kon­zept eine stän­di­ge Bedro­hung durch Ver­sa­gen darstellt.

Star­re Hier­ar­chien, Sta­tus­den­ken, Macht­stre­ben und Orga­ni­gram­me för­dern das extre­me ICH-Den­ken. Der idea­le Nähr­bo­den für Narzissten!

Kri­se als Chan­ce für Veränderung

Die meis­ten Betrof­fe­nen neh­men ihre Sym­pto­me nicht als sol­che wahr.
Daher holen sich Men­schen mit nar­ziss­ti­scher Per­sön­lich­keits­stö­rung nur sel­ten Hil­fe und wenn dann oft erst spät. In vie­len Fäl­len wird the­ra­peu­ti­sche Hil­fe erst wegen der bestehen­den Beglei­ter­kran­kun­gen auf­ge­sucht, die zu einem hohen Lei­dens­druck geführt haben. Auch ech­te Kri­sen­si­tua­tio­nen, wie eine Tren­nung vom Part­ner, beruf­li­che Miss­erfol­ge oder ein Arbeits­platz­ver­lust, kön­nen The­ra­pie Grün­de sein.

Eine nar­ziss­ti­sche Per­sön­lich­keits­stö­rung ist nicht heil­bar, kann aber so gemil­dert wer­den, dass Betrof­fe­ne (und auch das Umfeld) nicht län­ger dar­un­ter lei­den. Die Betrof­fe­nen müs­sen jedoch gezielt psych­ia­trisch-psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Hil­fe suchen. Im Ver­lauf einer The­ra­pie kann an einer Reduk­ti­on der nar­ziss­ti­schen Ver­hal­tens­wei­sen gear­bei­tet wer­den und eine rea­lis­ti­sche Selbst­wahr­neh­mung geför­dert werden.

Sui­zid­ri­si­ko bei krank­haf­tem Narzissmus

Kei­ne ande­re Per­sön­lich­keits­stö­rung weist ver­gleich­bar hohe Sui­zid­ra­ten auf. Etwa jeder zehn­te Mensch mit krank­haf­tem Nar­ziss­mus ver­übt Sui­zid. Aus­lö­ser für sui­zi­da­le Kri­sen sind oft Krän­kun­gen, Nie­der­la­gen. Meist ver­bun­den mit einem Zusam­men­bruch des über­zo­ge­nen und zugleich labi­len Selbstwertgefühls.

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