Leit­bild als Wand­schmuck oder geleb­te Unternehmenskultur?

Veröffentlicht am 29.04.2015
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Ein Leit­bild an der Wand erfüllt noch nicht das Ver­spre­chen, das wir unse­ren Share- und Sta­ke­hol­dern geben. Eine Wir­kung ent­fal­tet es erst dann, wenn es im Sin­ne einer wer­te­ori­en­tier­ten Füh­rungs­kul­tur zum hand­lungs­lei­ten­den Ori­en­tie­rungs­rah­men für Füh­rungs­kräf­te und Mit­ar­bei­ter wird. Wie kann also ver­mie­den wer­den, dass ein LEIT­bild zum LEID­bild wird?
Eine Unter­neh­mens­kul­tur kann sich nur dann ent­fal­ten, wenn Mit­ar­bei­ter jeder hier­ar­chi­schen Ebe­ne mit den Unter­neh­mens­wer­ten ver­traut sind und sie in ihrer täg­li­chen Arbeit beach­ten.“, so ein Per­so­nal­ver­ant­wort­li­cher aus einem Stadt­werk. „Ein vor­ge­ge­be­nes Leit­bild durch die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on ist tot, wenn die Mit­ar­bei­ter und Füh­rungs­kräf­te bei der Ent­wick­lung und Ver­ab­schie­dung nicht mit­ge­stal­ten durf­ten, es wird in der Schub­la­de lan­den.“, so Roald Mus­pach, Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der CON­TAS KG.

Wie kommt man nun zu einem geleb­ten Leit­bild? Nut­zen Sie die Ein­füh­rung eines Leit­bil­des für einen Wan­del hin zu einer wer­te- und ziel­ori­en­tier­ten Füh­rungs­kul­tur. Das Ziel einer Leit­bild­ent­wick­lung unter Betei­li­gung aller Hier­ar­chie­ebe­nen ist es, eine hohe Iden­ti­fi­ka­ti­on mit den Unter­neh­mens­wer­ten sicher­zu­stel­len.

Doch wie beim Team­sport ist es für den Erfolg nicht aus­rei­chend, die Regeln und die Tak­tik zu ken­nen. Nur wenn regel­mä­ßig gespielt wird, kön­nen die Mit­ar­bei­ter die Wer­te und das ent­spre­chen­de Ver­hal­ten zur Rou­ti­ne wer­den las­sen, um die Kun­den und Mit­ar­bei­ter als Zuschau­er, Fans und als Spie­ler zu begeis­tern und das Unter­neh­men zum Erfolg zu füh­ren. Nur die in der täg­li­chen Pra­xis ein­ge­üb­ten Leit­bild­in­hal­te las­sen als ein­ge­üb­te Spiel­zü­ge das Leis­tungs- und Wer­te­ver­spre­chen gegen­über den Anspruchs­grup­pen Wirk­lich­keit werden.

Fol­gen­de vier Tipps hel­fen Ihnen dabei, das Leit­bild vom Wand­schmuck zur geleb­ten Pra­xis wer­den zu lassen:

  1. Betei­li­gung von Anfang an: Bin­den Sie die Mit­ar­bei­ter von Beginn an in die Ent­wick­lung des Unter­neh­mens­leit­bil­des ein.
  2. Bezug zum Arbeits­be­reich her­stel­len: Ope­ra­tio­na­li­sie­ren Sie als Füh­rungs­kraft gemein­sam mit Ihren Mit­ar­bei­tern die Inhal­te des Unter­neh­mens­leit­bil­des auf Ihren Arbeits­be­reich. (Was bedeu­ten die Inhal­te kon­kret für uns? Wie kön­nen wir als Team und jeder Ein­zel­ne das Leit­bild wirk­sam in den Arbeits­pro­zes­sen umsetzen?)
  3. Zie­le ver­ein­ba­ren: Inte­grie­ren Sie die Inhal­te des Leit­bil­des in die Ent­wick­lung von Team- und Mitarbeiterzielen.
  4. Im Dia­log blei­ben: Machen Sie die Umset­zung des Leit­bil­des regel­mä­ßig (mind. 1x pro Monat) zum The­ma in Ihrem Ver­ant­wor­tungs­be­reich, bei­spiels­wei­se im Rah­men ihrer Team­be­spre­chung und zei­gen Sie Best und Bad Prac­ti­ces der Umset­zung auf.

Wann neh­men Sie Ihr Unter­neh­mens­leit­bild von der Wand und las­sen Ihre Füh­rungs­kräf­te und Mit­ar­bei­ter Spie­ler und Umset­zer Ihrer Spiel­stra­te­gie werden?

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Ihr persönlicher Ansprechpartner:
Roald Muspach
Gründer & CEO der CONTAS KG
TOP Executive Coach Transformation, Strategie-und Kommunikationsberater, Organisations- und Kulturentwickler

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