Lea­ders­hip & Trans­for­ma­ti­on – Ost­deut­sches Wirt­schafts­fo­rum 22

Veröffentlicht am 14.06.2022
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Der Geschäfts­füh­ren­de Gesell­schaf­ter der Con­tas KG, Roald Mus­pach, ist auf dem dies­jäh­ri­gen Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rum OWF 22 in Bad Saa­row zum The­ma „Wir gestal­ten Trans­for­ma­ti­on“ eingeladen. 

Am Diens­tag des OWF22 dreh­te sich alles um das The­ma „Was macht gutes Lea­ders­hip im Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess aus“. Ein wich­ti­ges und aktu­el­les The­ma auch für uns als Trans­for­ma­ti­ons­be­ra­ter von Unter­neh­men, denn vor die­ser Her­aus­for­de­rung ste­hen unse­re Kund:innen immer wieder. 

Quel­le: owf2022, 2022; https://​ost​deut​sches​wirt​schafts​fo​rum​.de/​o​w​f​2​0​22/

„Wir gestal­ten Transformation“ 

Das OWF ist eine jähr­li­che Ver­an­stal­tung der Initia­ti­ve „Land der Ideen: Deutsch­land“, die bereits zum 7. Mal statt­fin­det und rele­van­te Play­er aus dem In- und Aus­land zusam­men fin­den lässt, um Chan­cen zu erken­nen, Her­aus­for­de­run­gen zu benen­nen, Wis­sen zu tei­len, Kol­la­bo­ra­tio­nen anzu­bah­nen und um neue Ideen und Lösun­gen als Schlüs­sel für einen erfolg­rei­chen Struk­tur­wan­del zu kre­ieren. Auf der füh­ren­den ost­deut­schen Wirt­schafts­kon­fe­renz wer­den von hoch­ran­gi­ge Vertreter:innen aus Wirt­schaft, Poli­tik, Wis­sen­schaft und Ver­wal­tung die Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen aktu­el­ler Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se diskutiert.

Die OWF ist eine mehr­tä­gi­ge Kon­fe­renz mit einer diver­sen Teilnehmer:innenschaft von bis zu 250 Per­so­nen. Dar­un­ter befin­den sich Wirtschaftsvertreter:innen sek­tor­über­grei­fend aus allen Bran­chen d.h. vom Start-up über den Mit­tel­stand bis zum DAX 40-Kon­zern. Eben­so Expert:innen aus den Berei­chen Ener­gie, Mobi­li­tät, Digi­ta­li­sie­rung, Che­mie, Entscheider:innen aus Poli­tik und Ver­wal­tung und Vordenker:innen und exzel­len­te Wissenschaftler:innen.

Ste­fan Kap­fe­rer, CEO 50Hertz Trans­mis­si­on GmbH : Trans­for­ma­ti­on erfor­dert von uns Laser­kraft statt Gieß­kan­ne und auch eine neue Qua­li­tät der Zumut­bar­keit.
Quel­le: eige­nes Foto

Beim Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rum OWF 22 in Bad Saa­row wer­den rich­tungs­wei­sen­de Inhal­te und Posi­tio­nen sowie inno­va­ti­ve For­ma­te von der Grund­satz­re­de, über Expert Labs und Deep Dives bis hin zu Streit­ge­sprä­chen behan­delt. Immer unter dem gro­ßen The­ma „Wir gestal­ten Trans­for­ma­ti­on“. Es ist seit 2016 die füh­ren­de Wirt­schafts­kon­fe­renz in Ost­deutsch­land und macht erfolg­rei­che Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se sichtbar.

Dabei ist der Ansatz vor­zugs­wei­se lösungs­ori­en­tiert und vor­wärts­ge­wandt und das Inno­va­ti­ve Set­tings mit kla­rem Fokus auf einen sek­tor­über­grei­fen­den Aus­tausch verbunden.



Wirt­schafts­mi­nis­ter Sach­sen, Mar­tin Dulig: Trans­for­ma­ti­on ist in Ost­deutsch­land nicht immer posi­tiv belegt men­tal, wir müs­sen das Poten­ti­al
des Gewinns auf­zei­gen und nicht nur den Ver­zicht.
Quel­le: eige­nes Foto

Trans­for­ma­ti­on mit Umbruchserfahrung

Wie gestal­ten die Ost­deut­schen als erfah­re­ne Füh­rungs­kräf­te mit ein­zig­ar­ti­ger Umbruchs­er­fah­rung die Trans­for­ma­ti­on?

Die Ost­deut­schen muss­ten sich nach der Wen­de nicht nur anstren­gen, son­dern auch mehr als durch­bei­ßen. Der Ost­be­auf­t­tag­te Cars­ten Schnei­der drückt es so aus: 

„Wenn es dar­um geht, Fotos zu machen, stel­le ich mich auch lie­ber hin­ten hin und den­ke ‚Habe ich nicht nötig, macht ihr mal‘. Es gibt ande­re Kol­le­gen, die ste­hen immer vor­ne. Da muss man sich eben auch mal vor­ne hin­stel­len und Auf­merk­sam­keit ein­for­dern. Mehr Beweg­lich­keit, das sage ich vor allem den Män­nern, die haben im Osten mehr Pro­ble­me als die Frauen.“

Quel­le: Bild von fsHH auf Pixabay,
www​.pixabay​.com/​d​e​/​p​h​o​t​o​s​/​m​a​n​n​-​p​o​l​i​t​i​k​e​r​-​o​l​a​f​-​s​c​h​o​l​z​-​h​a​m​b​u​r​g​-​2​9​9​0​4​05/

Olaf Scholz bei der Eröff­nung des Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rums 2021:

„Jetzt kommt es dar­auf an, dass Ost­deut­sche mit ihren rei­chen Erfah­run­gen in Sachen Trans­for­ma­ti­on gehört und gese­hen wer­den. Wir brau­chen die­se Erfah­run­gen für ganz Deutschland (…).“ 

Vom 12. bis zum 14.Juni 2022 ste­hen beim Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rum OWF22 unter dem Titel „Wir gestal­ten Trans­for­ma­ti­on“ fol­gen­de The­men im Mittelpunkt: 

  • Wie lässt sich die Ener­gie­ver­sor­gung gewähr­leis­ten, ohne die Kli­ma­zie­le zu gefährden? 
  • Wie kön­nen wir aus­rei­chend Fach­kräf­te für bestehen­de Unter­neh­men und Neu­an­sied­lun­gen gewinnen? 
  • Wie lässt sich die öffent­li­che Ver­wal­tung zukünf­tig ser­vice­ori­en­tier­ter und digi­ta­ler aufstellen? 
  • Frau Dr. Kat­rin Leon­hardt CEO von der SAB gibt als Pro­mo­to­rin trans­for­ma­ti­ve Ein­bli­cke in die digi­ta­li­sier­te Zukunft einer „säch­si­schen KFW“
  • Herr Bodo Rode­stock von der VNG führt sei­ne gewin­nen­de ost­deut­sche Per­spek­ti­ve ein und klärt: „Was macht gutes Lea­ders­hip im Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess aus?“

Roald Mus­pach auf dem OWF22
Quel­le: Eige­nes Foto,

Wie gestal­ten die Ost­deut­schen als erfah­re­ne Füh­rungs­kräf­te mit ein­zig­ar­ti­ger Umbruchs­er­fah­rung die Transformation?

Quel­le: Eige­nes Foto, Key­note von Dr. Robert Habeck auf dem OWF22

Ost­deutsch­land ist das Sym­bol für erfolg­rei­che Trans­for­ma­ti­on und Hei­mat des OWF. Gemein­sam mit Vordenker:innen und Macher:innen leis­tet die Initia­ti­ve einen Bei­trag, die Chan­cen von Trans­for­ma­ti­on mutig zu ergrei­fen und somit Ver­än­de­rungs­pro­zes­se nach­hal­tig zu gestalten. 

Am Sonn­tag, 12.06.2022 fand um 18:15 Uhr die Eröff­nungs­re­de für das OWF22 von Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz zum The­ma „Trans­for­ma­ti­on gestal­ten“ statt. Am dar­auf­fol­gen­den hielt unser Bun­des­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz Dr. Robert Habeck um 09:00 Uhr die Key­note zur Wirt­schafts­po­li­tik für eine erfolg­rei­che Transformation.




4 Tage Woche als Wett­be­werbs­vor­teil des Ostens

Mehr Pro­duk­ti­vi­tät und Wohl­be­fin­den für Mitarbeiter:innen mit der 4 Tage Woche. Das könn­te ein nicht zu ver­nach­läs­si­gen­des Wett­be­werbs­vor­teil für die Unter­neh­men im Osten Deutsch­lands werden. 

Als Bera­ter von vie­len Ost­deut­schen Unter­neh­men, fän­den wir es zukunfts­wei­send, wenn der Osten hier­für die Pilot­re­gi­on wer­den soll­te. Der Osten als trans­for­ma­tiv erfah­re­ner und künf­tig sozi­al inno­vie­ren­der Vor­rei­ter für den Struk­tur­wan­del.

Entscheider:innen im Osten soll­ten daher bereits jetzt ent­spre­chen­de The­men auf ihrer Trans­for­ma­ti­ons-Agen­da haben. Bei der Trans­for­ma­ti­on von HR zu Peop­le und Cul­tu­re sind näm­lich drei Begrif­fe enorm wich­tig und gehö­ren zum Pflicht­pro­gramm für jede/​n Entscheider:in: schlank, inte­griert und werttreibend.

Herr Fuchs CEO BASF Schwarz­hei­de“ Ost­deutsch­land kann der Antriebs­mo­tor für Euro­pa wer­den, weil wir die USPs haben.

Quel­le: Eige­nes Foto

Lebens­qua­li­tät ist kul­tu­rel­ler Treiber


Der wirk­li­che kul­tu­rel­le Trei­ber der Trans­for­ma­ti­on liegt nach der Pan­de­mie in der Neu­be­wer­tung der Lebens­qua­li­tät als Gren­ze zum zukünf­ti­gen Wett­be­werb. Arbeits­zeit­ver­kür­zung und Leis­tungs­ori­en­tie­rung wer­den die Mit­tel sein, um damit einen Wett­be­werbs­vor­teil zu erzie­len.

In Euro­pa sind bri­ti­sche Unter­neh­men die Vor­rei­ter unter dem Aspekt der „pro­duk­ti­ven Lebens­qua­li­tät“. Für Deutsch­land könn­ten das künf­tig Unter­neh­men im Osten des Lan­des sein. Von Juni bis Dezem­ber erpro­ben mehr als 70 bri­ti­sche Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen eine Vier-Tage-Woche – und das ganz ohne Lohn­ein­bu­ßen für die Beschäf­tig­ten. Die­se ver­pflich­ten sich aller­dings im Gegen­zug, ihre Pro­duk­ti­vi­tät zu 100 Pro­zent auf­recht­zu­er­hal­ten. In die­ser Stu­die soll geklärt wer­den, ob die 4 Tage Woche als „Pro­duk­ti­ve Lebens­qua­li­tät“ der kul­tu­rel­le Wett­be­werbs­vor­teil für das Gelin­gen der Trans­for­ma­ti­on? (Quel­le: DER LAN­GE WEG NACH OBEN, Hofe­rich­ter & Jacobs GmbH mit Uni­ver­si­tät Leip­zig Insti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Medi­en­wis­sen­schaft Pra­xis­pro­jekt Mas­ter­stu­di­en­gang KMW; https://​ost​deut​sches​wirt​schafts​fo​rum​.de/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​2​2​/​0​6​/​2​0​2​2​0​6​0​8​_​D​e​r​-​l​a​n​g​e​-​W​e​g​-​n​a​c​h​-​o​b​e​n​_​O​s​t​d​e​u​t​s​c​h​e​-​E​l​i​t​e​n​.​pdf )

Hin­ter dem bis­her größ­ten Ver­such einer Vier-Tage-Woche ste­hen die Orga­ni­sa­tio­nen 4 Day Week Glo­bal in Zusam­men­ar­beit mit dem füh­ren­den Think Tank Auto­no­my und der 4 Day Week Cam­pai­gn.
Das Pro­jekt wird zudem von For­schern der Uni­ver­si­tä­ten Cam­bridge, Oxford und Bos­ton Col­le­ge wis­sen­schaft­lich beglei­tet.

Ziel die­se Stu­die ist es, die Aus­wir­kun­gen auf die Pro­duk­ti­vi­tät und das Wohl­be­fin­den der Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen zu mes­sen. Gleich­zei­tig sol­len die Effek­te auf die Umwelt und die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter erforscht werden.

Vor­trag OWF22
Quel­le: Eige­nes Foto



Juliet Schor, Sozio­lo­gie­pro­fes­so­rin am Bos­ton Col­le­ge und feder­füh­ren­de For­sche­rin des Pilot­pro­jekts, sag­te der bri­ti­schen Zei­tung „The Guardian“:


„Wir wer­den ana­ly­sie­ren, wie Arbeit­neh­mer auf einen zusätz­li­chen frei­en Tag reagie­ren, und zwar in Bezug auf Stress und Bur­nout, Arbeits- und Lebens­zu­frie­den­heit, Gesund­heit, Schlaf, Ener­gie­ver­brauch, Rei­sen und vie­le ande­re Aspek­te des Lebens.“


An dem Pro­jekt neh­men mehr als 3300 Arbeitnehmer:innen aus mehr als drei­ßig Bran­chen im gesam­ten Ver­ei­nig­ten König­reich teil, dar­un­ter Ban­ken, Unter­neh­men aus der Pfle­ge­bran­che und sogar Ani­ma­ti­ons­stu­di­os. Der bri­ti­sche Ver­such läuft par­al­lel zu ähn­li­chen Pilot­pro­jek­ten in den USA und Kana­da, Aus­tra­li­en und Neu­see­land sowie in Isra­el.

Ein wich­ti­ges The­ma, auch für den Osten und damit auch ein Teil der Debat­te um die Gestal­tung von Trans­for­ma­ti­on auf dem dies­jäh­ri­gen Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rum OWF 22 in Bad Saarow.

Quel­le: Eige­nes Foto

Ost­deut­sche Wirtschaftsstandorte

Im Fokus des dies­jäh­ri­gen Forums ste­hen neben den obi­gen Bei­spiel noch vie­le wei­te­re wich­ti­ge The­men für den Osten von Deutsch­land, aber auch für den Rest von Deutschland. 

Das Poten­zi­al in Ostedeutsch­land ist groß. So sehen es zumin­dest rund 60 Pro­zent der Entscheider:innen in den ost­deut­schen Bun­des­län­dern. Sie äußern sich posi­tiv zum Poten­zi­al des ost­deut­schen Wirt­schafts­stand­orts. 22 Pro­zent der Entscheider:innen sogar sehr posi­tiv. Dies ergab das aktu­el­le OWF- Trans­for­ma­ti­ons­ba­ro­me­ter – eine Umfra­ge unter pri­vat­wirt­schaft­li­chen Entscheider:innen in den neu­en Bun­des­län­dern der CIVEY GmbH im Auf­trag von „Deutsch­land – Land der Ideen“ in Part­ner­schaft mit der Deut­schen Kre­dit­bank AG (DKB). Doch es besteht den­noch Hand­lungs­be­darf, denn mehr als die Hälf­te (56,4 %) der Ost­deut­schen Wirtschaftsentscheider:innen ste­hen einem Gelin­gen des Struk­tur­wan­dels in den neu­en Bun­des­län­dern inner­halb der kom­men­den 10 Jah­re skep­tisch gegen­über. Um so mehr benö­tigt es inno­va­ti­ve trans­for­ma­ti­ve Ansät­ze, wie sie in Bad Saa­row auf dem dies­jäh­ri­gen Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rum OWF 22 bespro­chen und dis­ku­tiert werden. 

Wirt­schast­s­mi­nis­ter Tie­fen­see betont die Not­wen­dig­keit der Unter­neh­men bei der Fach­kräf­te­ge­win­nung und ‑bin­dung in die Vor­leis­tung zu gehen.

Quel­le: Eige­nes Foto

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