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CONTAS KG
Lydia Heydel
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Ostdeutsche Werte als Innovationstreiber
Trendanalyse "Zukunftsfähigkeit ostdeutscher Unternehmen in Zeiten
gesellschaftlichen Wandels"
Leipzig, 05.02.2011: Ergebnisse einer Trendanalyse, veröffentlicht von der CONTAS KG, zeigen spezifische ostdeutsche Einstellungen und Werte als Treiber für Veränderung und Innovation. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2010 wurden Entscheider aus verschiedenen Branchen in der Region befragt. Das Ziel bestand in der Ermittlung von spezifischen Risiken und Treibern für die Zukunftsfähigkeit ostdeutscher Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass die erkannten Einstellungen und Werte aufgrund unzureichender Führungskompetenzen ungenutzt bleiben. Demografieentwicklung und steigender Wettbewerbsdruck erhöhen den Handlungsbedarf zusätzlich.
Die Ergebnisse im Überblick
- Ostdeutsche Wertekultur als Treiber für Veränderungen und Innovation
Branchenübergreifend geben über die Hälfte der befragten Entscheider an, dass Innovationsstärke sowie der Umgang mit Veränderungen innerhalb der Unternehmen aktuell, aber auch zukünftig die entscheidenden Einflussfaktoren sind. Hierfür erkannten Geschäftsführer spezifische kulturelle Treiber als typisch für die Region Ostdeutschland.
Flexibilität und Kreativität nannten die Befragten als vorhandene Wertemuster der Region, welche insbesondere die Innovationsfähigkeit begünstigen. Belastungs-, Handlungs- und Anpassungsfähigkeit werden als förderlich für die notwendige Veränderungsoffenheit wahrgenommen. Die Lernfähigkeit und -bereitschaft der ostdeutschen Mitarbeiter unterstützen sowohl die Innovationsfähigkeit, als auch Veränderungsoffenheit.
„Die historisch gesellschaftliche Fusion hat aus unserer Sicht die Agilität vor dem Hintergrund notwendiger Veränderungen erhöht. Diesen Wettbewerbsvorteil müssen Unternehmen noch viel stärker nutzen“, fordert Regina Köhler, Geschäftsführerin der CONTAS KG.
- Umgang mit Veränderung – Kompetenzlücke Leadership
Führungskräfte verfügen jedoch nicht über die ausreichende Kompetenz, Veränderungsprozesse so zu gestalten, um die günstigen ostdeutschen Werte- und Kulturmuster als Potenziale zu nutzen. Leadership als mitarbeiterorientierte Führung von Veränderungsprozessen wird als eher schwach ausgeprägt wahrgenommen. Führungskräfte sind derzeit nicht in der Lage, die als förderlich erkannten ostdeutschen Werte deutlich besser zu nutzen. Leadership als Schlüssel zur mitarbeiterorientierten Führung von Veränderungsprozessen muss viel stärker entwickelt werden. Gelingt dieser Entwicklungsprozess nicht, ist die vorhandene Innovations- und Verän-derungsstärke gefährdet.
„Die Mobilisierung der Mitarbeiter in Veränderungsprozessen ist die zentrale Führungsaufgabe für den Erfolg agiler Unternehmen. Führungskräfte müssen lernen, loszulassen und andere zu befähigen, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen“, beschreibt Roald Muspach, Geschäftsführer der CONTAS KG, die Notwendigkeit moderner Führungsmethoden.
- Fehlende Fokussierung auf neue Marktchancen
Nach 20 Jahren ist die Entwicklung zu einem kundenorientierten Management gelungen. Die Bindung und Entwicklung bestehender Kunden hat sich zur Stärke der Region entwickelt. Die Marktorientierung wird jedoch von den Entscheidern als vergleichsweise weniger relevant eingeschätzt.
- Besondere strukturelle Herausforderung: Risikofaktor Demografie
Die Entscheider wissen, dass sie Talente brauchen und ihren Leistungsträgern Perspektiven eröffnen müssen. Dazu gehören insbesondere die Übertragung innovationsgetriebener Aufgaben und mehr Verantwortung auf Basis moderner Führungsmethoden.
„2011 wird ein anspruchsvolles Jahr. Die sehr gute Auftragslage bei vielen Unternehmen in Ostdeutschland verleitet im Moment eher dazu, interne Projekte wie die Entwicklung hin zu einem agilen Unternehmen zu verschieben. Um in Zukunft robust gegenüber permanenter Veränderung aufgestellt zu sein, müssen sie sich allerdings jetzt agil aufstellen“, stellt Roald Muspach zusammenfassend fest.

